Jubiläumsfeierlichkeiten zum 250. Geburtstag von Ludwig van Beethoven

v.l. Malte Boecker, künstlerischer Geschäftsführer der Beethoven Jubiläums GmbH, Armin Laschet, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, Kulturstaatsministerin Monika Grütters, Ashok Sridharan, Oberbürgermeister der Bundesstadt Bonn, Isabel Pfeiffer-Poensgen, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, Sebastian Schuster, Landrat des Rhein-Sieg-Kreises, und Ralf Birkner, kaufmännischer Geschäftsführer der Beethoven Jubiläums GmbH vor Beginn des Festakts zur feierlichen Eröffnung des Beethoven-Jubiläumsjahres vor dem Opernhaus des Theater Bonn.

Mit einem Festakt in Bonn haben am Montagabend offiziell die Jubiläumsfeierlichkeiten zum 250. Geburtstag von Ludwig van Beethoven begonnen. Einen Tag vor dem 249. Tauftag des Komponisten fanden die Feierlichkeiten mit rund 1.000 Gästen im Opernhaus des Theater Bonn, der offiziellen Spielstätte des Jubiläums, statt.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters hielt im Rahmen eines hochkarätigen Abendprogramms die Festrede: „Die Auseinandersetzung mit dem Visionär, Humanisten und überzeugten Europäer Ludwig van Beethoven ist heute aktueller denn je. Beethoven war schon zu Lebzeiten eine Legende: ein Künstler, der mit seiner Radikalität, gegen Takt und Konvention komponierend, Grenzen sprengte und der damit ein breites Publikum begeisterte. Bis heute berührt, bewegt, begeistert und verbindet seine Musik Menschen aller Länder und Kontinente. Er war einer der ersten weltweit verehrten ‚Mega-Stars‘ – das hilft, ihn gedanklich in die heutige Zeit zu holen. Beethovens Resonanz in unserer Gegenwart nachzuspüren – darum soll es im bevorstehenden Beethoven-Jubiläumsjahr gehen.“

Das von der Beethoven Jubiläums GmbH koordinierte Veranstaltungsprogramm BTHVN2020 steht unter dem Motto „Beethoven neu entdecken“ und umfasst deutschlandweit mehr als 300 Projekte und tausende Veranstaltungen. Zentrum des Geschehens ist Bonn als Geburtsstadt des weltberühmten Komponisten.

Ministerpräsident Armin Laschet sagte in seinem Grußwort: „Beethoven war Humanist und Weltbürger. Er verkörpert damit die DNA Nordrhein-Westfalens. Mit dem Jubiläumsjahr wollen wir dem Jahrhunderttalent Beethoven ein Forum geben und gleichzeitig auch den Kulturstandort Nordrhein-Westfalen in seiner ganzen Fülle hervorheben. Dafür gibt es im Jubiläumsjahr keinen besseren Ort als seine Geburtsstadt Bonn, die heute für genau das steht, was Beethoven schon damals bewegt hat: Weltoffenheit, Humanismus, Visionäres.“

Auch Oberbürgermeister der Bundesstadt Bonn, Ashok Sridharan, betonte in seiner Ansprache: „Beethoven gehört der ganzen Welt, der ganzen Menschheit. Er ist die Verkörperung einer universellen Sprache, der Musik, die weltweit Menschen begeistert und berührt. Bonn fühlt sich aufgrund seiner Geschichte, als Geburtsstätte des Grundgesetzes, als Bundesstadt, Wissenschaftsstadt und als deutsche Stadt der Vereinten Nationen zu der Auseinandersetzung mit den großen Themen unserer Zeit verpflichtet. Das sind auch und insbesondere die Themen, mit denen Beethoven sich seit seiner Jugend in Bonn auseinandergesetzt hat.“

Nicht nur Bonn, sondern auch die Region haben Beethoven in seinen 22 Jahren, die er im Rheinland verbrachte, wesentlich geprägt und inspiriert: „Es ist überliefert, dass Ludwig van Beethoven begeistert von seinen Besuchen zurückkehrte und sich auf neuen Reisen in die Region freute“, erklärte der Landrat des Rhein-Sieg-Kreises, Sebastian Schuster. „Begeisterung und eine in die Zukunft ausstrahlende Freude soll auch unser Festprogramm auslösen, zu dem wir im Rhein-Sieg-Kreis unseren Teil sehr gerne beitragen.“

Ganz im Sinne des Jahresmottos spannten die hochkarätigen künstlerischen Darbietungen der Feierlichkeiten einen Bogen, der weit über die Klassik hinaus ging – von Jazz bis zur Weltmusik, von instrumentaler Virtuosität bis Gesang: Das Beethoven Orchester Bonn unter der Leitung von Bonns Generalmusikdirektor Dirk Kaftan spielte die „Leonoren“-Ouvertüre III op.72b und die „Chorfantasie“ op. 80. Eine musikalische Collage des bekannten britischen Schriftstellers Paul Griffiths befasste sich mit der Relevanz Beethovens in der heutigen Zeit. Mit dabei waren außerdem der Tschechisch Philharmonische Chor Brno (Petr Fiala, Chorleitung und Einstudierung), die Sopranistin Ilse Eerens, die Pianistin Olivia Trummer und der Schauspieler Matthias Brandt. Moderne DJ Beats und Weltmusik des Kulturmanagers Darius Darek Roncoszek, der 2020 mit dem World Beathoven Project ganz besondere Interpretationen und Sequenzen aus Beethovens Werken von Bonn in die Welt trägt, vollendeten bei der Aftershow-Party den musikalischen Spagat.

Malte Boecker, künstlerischer Geschäftsführer der Beethoven Jubiläums GmbH, sagte zum Auftakt der Jubiläumsfeierlichkeiten: „2020 wollen wir nicht nur Beethovens Werke und seine Visionen hochleben lassen, wir wollen ihn neu entdecken und erlebbar machen. Ich hoffe, wir können mit der Vielzahl und dem Facettenreichtum des Jubiläumsprogramms zeigen, dass es bei Beethoven ganz viel zu entdecken gibt und dass sein Geist und seine Kraft noch heute Relevanz haben.“

„Das gemeinschaftliche Engagement der vielen beteiligten Partner hat BTHVN2020 erst möglich gemacht. Nach der langen und komplexen Planungsphase freuen wir uns, der Welt jetzt zeigen können, was das Jubiläumsjahr alles zu bieten hat“, sagte Ralf Birkner, kaufmännischer Geschäftsführer der Beethoven Jubiläums GmbH.

Über die Beethoven Jubiläums GmbH: Beethovens 250. Geburtstag wird 2020 weltweit gefeiert. Die als Tochtergesellschaft der Stiftung Beethoven-Haus gegründete gemeinnützige Beethoven Jubiläums GmbH koordiniert mit Unterstützung der Bundesregierung, des Landes Nordrhein-Westfalen, der Stadt Bonn und des Rhein-Sieg-Kreises ein deutschlandweites Programm, das unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten der Bundesrepublik steht. Unter dem Motto ‚Beethoven neu entdecken‘ umfasst das Programm etwa 300 Projekte. Die Terminübersicht des Jubiläumsjahres ist jeweils aktuell im Veranstaltungskalender auf www.bthvn2020.de zu finden.

Das Beethoven Orchester Bonn spielte unter anderem die „Leonoren“ –Overtüre von Ludwig van Beethoven. Fotos © Beethoven Jubiläums GmbH