Bonn Politik

Brasilien zu Gast im Kreishaus Siegburg

Landrat Sebastian Schuster und Bürgermeister Aguilar da Silva
Landrat Sebastian Schuster und Bürgermeister Aguilar da Silva © rhein-sieg-kreis
Rhein-Sieg-Kreis (rl)Hohen Besuch erhielt Landrat Sebastian Schuster am letzten Freitag: Bürgermeister Aguilar da Silva aus der brasilianischen Partnerkommune Santarém stattete ihm einen Antrittsbesuch ab.
 
Seit einige Jahren arbeiten der Rhein-Sieg-Kreis und die Präfektur Santarém im Bereich des Klima- und Umweltschutzes eng zusammen. Finanziert über Entwicklungshilfemittel des Bundes geht es insbesondere um die Unterstützung der Kollegen aus Brasilien beim Aufbau einer geordneten Abfallentsorgung. Bürgermeister Aguilar da Silva nutzte jetzt die Klimaschutz-Konferenz COP23 in Bonn für einen Abstecher nach Siegburg, um seinen unmittelbaren Ansprechpartner im Projekt kennenzulernen.
 
Aguilar da Silva zeigte sich sehr dankbar für die bisherige Zusammenarbeit, und beide Gesprächspartner sind erfreut, dass die weitere Finanzierung für die Zeit bis Ende 2019 über den Bund gesichert ist. „Ziel ist es, bis dahin den Bioabfall in Santarém möglichst getrennt zu erfassen und eine Kompostierung zu beginnen“, erläuterten sie.
 
Die Präfektur Santarém liegt im Herzen Brasiliens am Amazonas. 300.000 Menschen wohnen dort, und zwar überwiegend in der Stadt selbst. Die Präfektur ist 28.000 qkm groß (zum Vergleich: Rhein-Sieg-Kreis 1.200 qkm). Bedingt durch die zentrale Lage mit großem Hafen und Fernverkehrs-Straßen steigen die Bevölkerungszahlen stark an. Gleichzeitig wird die Region für den europäischen und amerikanischen Tourismus entdeckt, da die Lage im tropischen Regenwald besonders Naturliebhaber anlockt. Die umweltschonende Entwicklung der Region stellt daher eine besondere Herausforderung dar – und dies abseits der großen brasilianischen Zentren an der Küste.
 
Umso wichtiger ist der direkte Austausch unter Partnerkommunen.