TEFAF in Maastricht zeigt wieder hochkarätige Kunstschätze

Ein schlichter Modigliani auf Papier. Schätzpreise sind noch geheim. Foto/Tefaf: Mit freundlicher Genehmigung von Agnews works on paper, Brüssel.

TEFAF Maastricht 2024Vom 09. bis 14 März gibt es für Kunstliebhaber aus aller Welt nur einen Weg:  in die schöne niederländische Stadt an der Maas. Die TEFAF ist ein Magnet, setzt Menschen und Moneten in Bewegung. Es gibt wieder so viel zu entdecken …

Die Exponate sollen echt sein, daher gelten auch strenge Sicherheitsvorkehrungen. Ob Käufer oder Besucher, es gibt für alle kaum ein breitgefächertes Bild der Kunst- und Stilepochen, die auf Werten und Provenienzen beruhen. Aus der Vielfalt und der hochgelobten Exponate, wie einen Gerhard Richter, Victor Vasarely oder John William Godward und viele andere mehr, sticht auch ein Amedeo Modigliani in seiner Schlichtheit ins Auge.

So wird das Kunstwerk beschrieben: Diese bedeutende Zeichnung aus der um 1910 entstandenen Sammlung von Dr. Paul Alexandre antizipiert Modiglianis berühmte, nur wenige Jahre später gemalte Aktdarstellungen bereits in den meisten Charakteristika: die mandelförmigen Augen, die ausgeprägte Übertreibung einiger Formen, der Gesamteindruck von Ruhe und Sinnlichkeit. Noch immer ist die Bewunderung des Künstlers für Cezanne spürbar, dessen große Retrospektive Modigliani 1907 in Paris gesehen hatte. Auch sein Interesse an außereuropäischer Kunst zeigt sich im Gesicht der Frau anhand der weichen, stilisierten Züge um die langgezogene Nasenpartie. Die Sammlung von Modiglianis-Zeichnungen von Dr. Paul Alexandre wurde erst 1993 der Öffentlichkeit zuganglich gemacht. Durch sie wurde es möglich, den frühen Schaffensprozess und die Frühwerke des Künstlers besser zu erforschen. Nur auf der TEFAF zu sehen.

Beschreiben lässt sich der Besuch am besten so: Hinfahren und genießen, auch kulinarisch lohnt sich der Ausflug, der einen Tag lang wunderbare Eindrücke hinterlassen wird. (ff)