Landrat Jochen Hagt besucht junge Handwerksbetriebe im Oberbergischen Kreis

Jochen Hagt, Landrat Oberbergischer Kreis, Friseurmeister Abdulkarim Ataya, Inhaber Frisör Hagen, Hans Peter Wollseifer, Präsident Handwerkskammer zu Köln, Friseurmeister Hans-Wilhelm Hagen, Uwe Cujai, Leitung Wirtschaftsförderung Oberbergischer Kreis (v.l.n.r.) | Bildquelle © Arne Schröder, Handwerkskammer zu Köln

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Mehr als 3.600 Handwerksbetriebe versorgen die Menschen im Oberbergischen Kreis mit unterschiedlichsten Dienstleistungen und Produkten. Landrat Jochen Hagt hat am Mittwoch, 10. Juli, drei junge Unternehmen im Rahmen einer „Handwerkstour” der Handwerkskammer zu Köln und der Kreishandwerkerschaft Bergisches Land besucht.

Der Oberbergische Kreis ist flächenmäßig der größte Kreis im Bezirk der Handwerkskammer zu Köln. Die dort ansässigen Handwerksunternehmen arbeiten jedoch nicht nur vor Ort, sondern wirken auch über die Grenzen des Kreises hinaus. Damit leisten die Betriebe einen bedeutsamen Beitrag zur Wertschöpfung, zur Schaffung von Arbeitsplätzen und zur Ausbildung zukünftiger Fachkräfte.

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Tanja Grube, Geschäftsführerin Industriedruck Friedrich GmbH, Dr. Erik Werdel, Hauptgeschäftsführer Handwerkskammer zu Köln, Hans Peter Wollseifer, Präsident Handwerkskammer zu Köln, Jochen Hagt, Landrat Oberbergischer Kreis, Will Reitz, Kreishandwerksmeister KH Bergisches Land (v.l.n.r.) | Bildquelle © Arne Schröder, Handwerkskammer zu Köln

Wie Betriebsübernahmen im Handwerk erfolgreich gelingen können, wie die Digitalisierung Arbeitsprozesse verändert und welche Maßnahmen zur Fachkräftesicherung ergriffen werden, waren zentrale Themen einer halbtägigen Tour, zu der Hans Peter Wollseifer, Präsident der Handwerkskammer zu Köln, deren Hauptgeschäftsführer Dr. Erik Werdel und Kreishandwerksmeister Willi Reitz (Kreishandwerkerschaft Bergisches Land) Landrat Jochen Hagt eingeladen hatten. Die drei besuchten Unternehmen, deren Gründung erst kürzlich erfolgt ist bzw. deren Übernahme unmittelbar bevorsteht, sind gelungene Beispiele für die Stabilitat und Dynamik der regionalen Wirtschaft: Jan Bondke Wand & Boden (Marienheide), Industriedruck Friedrich (Lindlar) und Frisör Hagen (Gummersbach). Die Unternehmerinnen und Unternehmer beschäftigen jeweils zwischen vier und 20 Mitarbeitende sowie bis zu drei Auszubildende.

Hans Peter Wollseifer
Hans Peter Wollseifer, Präsident Handwerkskammer zu Köln. © Boris Trenkel

HWK-Präsident Wollseifer: „Das Handwerk ist das Rückgrat unserer Wirtschaftauch im Oberbergischen Kreis. Wir wissen es zu schätzen, dass sich der Landrat die Zeit genommen hat, mit uns junge Handwerksunternehmerinnen und Handwerksunternehmer aus der Region zu besuchen. Wenn man sieht, mit wie viel Engagement, Ehrgeiz und Leidenschaft junge Unternehmerinnen und Unternehmer ihrem Handwerk nachgehen und sich eine Lebensgrundlage aufbauen, dann stimmt mich das optimistisch für die Zukunft.”

Dr. Erik Werdel Foto Arne Schröder
Dr. Erik Werdel | Foto: Arne Schröder

HWK-Hauptgeschäftsführer Dr. Erik Werdel ergänzt:Die drei besuchten Unternehmen zeigen exemplarisch, wie vielfältig und leistungsfähig das Handwerk in unserem Kammerbezirk ist. Um erfolgreich zu arbeiten und ihre Kunden mit handwerklichen Produkten und Dienstleistungen zu versorgen, brauchen Betriebe gute Rahmenbedingungen. Bei der Handwerkstour haben die Handwerkerinnen und Handwerker die Gelegenheit genutzt, dem Landrat ihre Sorgen und Herausforderungen zu schildern. Es ist wichtig, dass Politik und Verwaltung wissen, wo in den Handwerksbetrieben vor Ort der Schuh drückt.”

Im Austausch mit dem Landrat wiesen die junge Unternehmerin und die jungen Unternehmer beispielsweise auf bürokratische Hürden bei zugewanderten Arbeitsund Fachkräften hin. Außerdem machten sie auf die Herausforderungen im Hinblick auf die verkehrliche Erschließung ihrer Betriebsstandorte aufmerksam. Handwerkskammer und Kreishandwerkerschaft appellieren daher an die kommunale Politik und Verwaltung, den Bedürfnissen des Handwerks mehr Beachtung zu schenken und sie aktiv in ihre Planungen einzubinden.

Jochen Hagt, Landrat Des Oberbergischen Kreises | Quelle: Stadt Köln
Jochen Hagt, Landrat des Oberbergischen Kreises | Quelle: Stadt Köln

Landrat Jochen Hagt: „Der Oberbergische Kreis ist in der Region seit jeher der Standort mit dem höchsten Anteil an produzierendem und verarbeitendem Gewerbe. Wir begleiten mit unserer Wirtschaftsförderung seit vielen Jahren Handwerksbetriebe, beispielsweise bei der Fachkräftesicherung, bei der Suche nach passenden Fördermitteln oder auf der Suche nach Gewerbeflächen. Zunehmend wichtige Themen sind die Digitalisierung, die Unternehmensnachfolge und nachhaltiges Wirtschaften. Das Handwerk ist ein wichtiges Fundament für den Oberbergischen Kreis, das wir mit unseren Partnern, wie der Handwerkskammer oder Kreishandwerkerschaft, gerne unterstützen.”

Der Malerbetrieb Jan Bondke Wand und Boden GmbH wurde 2019 von Jan Bondke gegründet. Der Betrieb beschäftigt 20 Mitarbeitende und drei Auszubildende. Im Mittelpunkt der Arbeit steht die individuelle Gestaltung von Innenräumen und Fassaden, die Jan Bondke gemeinsam mit seinen Mitarbeitenden aus unterschiedlichen Herkunftsländern durchführt.

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Malermeister Jan Bondke, Geschäftsführer Jan Bondke Wand und Boden GmbH (4.v.r.) zeigt der Delegation die Arbeiten auf einer Baustelle in Wiehl | Bildquelle © Arne Schröder, Handwerkskammer zu Köln

Die Druckerei Industriedruck Friedrich GmbH wurde 1993 gegründet – 2019 hat Tochter Tanja Grube den Betrieb übernommen. Der Betrieb beschäftigt vier Mitarbeitende und deckt ein weites Leistungsportfolio an Druck- und Werbetechnik ab. Der Betrieb setzt zudem auf Sponsoring lokaler Veranstaltungen.

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Hans Peter Wollseifer, Präsident Handwerkskammer zu Köln, Jochen Hagt, Landrat Oberbergischer Kreis, Uwe Cujai, Leitung Wirtschaftsförderung Oberbergischer Kreis, Dr. Erik Werdel, Hauptgeschäftsführer Handwerkskammer zu Köln, Tanja Grube, Geschäftsführerin Industriedruck Friedrich GmbH (v.l.n.r.) | Bildquelle © Arne Schröder, Handwerkskammer zu Köln

Abdulkarim Ataya ist 2015 nach Deutschland zugewandert und hat das Unternehmen Frisör Hagen erst kürzlich übernommen: Dabei absolvierte Ataya – mit Unterstützung des damaligen Inhabers Hans-Wilhelm Hagen – zunächst seine Ausbildung im Betrieb und qualifizierte sich dann mit dem Meisterbrief im Friseurhandwerk erfolgreich weiter. Nach Übernahme des Salons beschäftigt Ataya fünf Mitarbeitende sowie einen Auszubildenden. In diesem Jahr kommen zwei neue Auszubildende hinzu.

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Malermeister Jan Bondke, Geschäftsführer Jan Bondke Wand und Boden GmbH (4.v.r.) zeigt der Delegation die Arbeiten auf einer Baustelle in Wiehl Bildquelle © Arne Schröder, Handwerkskammer zu Köln