Rat und Hilfe anbieten

Die Hochschulleitung der Universität Bonn hat zwei neue Anlaufstellen eingeführt. Prof. Dr. Jochen Sautermeister wurde zum Universitätsbeauftragten gegen Machtmissbrauch, Prof. Dr. Cornelia Richter und Prof. Dr. Hermut Löhr zu Vertrauensdozierenden gegen Antisemitismus ernannt. Universität Bonn/ Volker Lannert

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Ernennung eines Universitätsbeauftragten Machtmissbrauch und zweier Vertrauensdozierender Antisemitismus

Die Hochschulleitung der Universität Bonn hat zwei neue Anlaufstellen eingeführt, um Unterstützung und Beratung in den Bereichen Machtmissbrauch und Antisemitismus anzubieten. Prof. Dr. Jochen Sautermeister wurde zum Universitätsbeauftragten gegen Machtmissbrauch, Prof. Dr. Cornelia Richter und Prof. Dr. Hermut Löhr zu Vertrauensdozierenden gegen Antisemitismus ernannt. Diese Anlaufstellen stehen Betroffenen und Fakultäten offen. Darüber hinaus beraten sie die Hochschulleitung.

Die Universität Bonn hat sich verpflichtet dazu beizutragen, wissenschaftliche Fehlverhalten zu bekämpfen und sich für eine sichere, respektvolle, wertschätzende und von gegenseitigem Vertrauen geprägte Umgebung für alle Hochschulmitglieder und Hochschulangehörigen einzusetzen. Dazu gehört auch, dass Opfer und ZeugInnen ermutigt werden, Fälle von Machtmissbrauch zu melden und sich im Rahmen ihrer Möglichkeit dagegen zu wehren.

Die Hochschulleitung hat zur Stärkung des Kampfes gegen Machtmissbrauch Herrn Prof. Dr. Dr. Jochen Sautermeister zum Universitätsbeauftragten gegen Machtmissbrauch ernannt. Der Universitätsbeauftragte berät das Rektorat und die Fakultäten und steht in Fällen von Machtmissbrauch Beratungs- und Vertrauenspersonen als Ansprechpartner zur Verfügung. Er kann auch direkt im Rahmen einer Sprechstunde kontaktiert werden.

Prof. Dr. Dr. Jochen Sautermeister
Prof. Dr. Dr. Jochen Sautermeister, Professor für Moraltheologie Universität Bonn | Quelle

Prof. Dr. Dr. Jochen Sautermeister, Universitätsbeauftragter gegen Machtmissbrauch: „Mir ist es sehr wichtig, dass erstens ein Bewusstsein für Dynamiken und Strukturen, die Machtmissbrauch an Universitäten begünstigen, gefördert und diese besser erkannt werden, dass zweitens Fehlanreize für Machtmissbrauch reduziert und begünstigende Strukturen möglichst abgebaut werden und dass drittens die Prävention von Machtmissbrauch in seinen unterschiedlichen Formen gestärkt wird. Gegen Machtmissbrauch vorzugehen, ist eine Aufgabe, die die gesamte Universität betrifft. Wir wollen eine sichere und respektvolle Umgebung für alle Hochschulmitglieder und -angehörigen wie auch für die Studierenden.”

Vertrauensdozierende gegen Antisemitismus

Um den Schutz vor Antisemitismus an der Universität Bonn zu verbessern und eine Anlaufstelle zu bieten, hat die Hochschulleitung die beiden TheologInnen Prof. Dr. Cornelia Richter und Prof. Dr. Hermut Löhr zu Vertrauensdozierenden gegen Antisemitismus ernannt. Sie beraten das Rektorat und die Fakultäten und stehen als Kontakt für jüdische Mitglieder und Angehörige der Universität Bonn sowie jüdische Gäste zur Verfügung. Auch Beratungs- und Vertrauenspersonen der Universität können sich mit Fragen an sie wenden.

Prof. Dr. Cornelia Richter, Systematische Theologie
Prof. Dr. Cornelia Richter, EV.-THEOL. FAKULTÄT | © Barbara Frommann / Universität Bonn

Prof. Dr. Cornelia Richter, Vertrauensdozentin gegen Antisemitismus, erklärt: “Mir ist es ein großes Anliegen, dass jüdische Angehörige der Universität Bonn und jüdische Gäste eine Anlaufstelle haben, an die sie sich vertrauensvoll wenden können. Ich werde eng mit meinem Kollegen Hermut Löhr zusammenarbeiten, um den Schutz vor Antisemitismus an unserer Universität zu verbessern und ein offenes und integratives Umfeld für alle zu gewährleisten.”

Prof. Dr. Hermut Löhr, Vertrauensdozent gegen Antisemitismus Universität Bonn | © Daniela Langen / Universität Bonn
Prof. Dr. Hermut Löhr, Vertrauensdozent gegen Antisemitismus Universität Bonn | © Daniela Langen / Universität Bonn

Prof. Dr. Hermut Löhr, Vertrauensdozent gegen Antisemitismus sagt: „Gerade in der aktuell sehr aufgeheizten Lage ist es wichtig, sich dafür einzusetzen, dass Menschen jüdischen Glaubens ohne Angst vor Diskriminierung oder Hass an die Universität kommen können. Wir werden daher sehr eng mit der Hochschulleitung und den Fakultäten zusammenarbeiten, um auch weiterhin eine offene Einrichtung für alle Menschen zu sein.”