Bonner Männergesangverein und der Ludwigschor laden zum Mitsingen ein

Der Ludwigschor ist ein bunter Zusammenschluss von Instrumentalisten des Beethoven-Orchesters; ihre Auftritte haben hohen Unterhaltungswert.

Am 6. Juni kann im Münstercarrée jeder mitmachen – Singen in der Gemeinschaft hält Menschen jung und gesund

Gesang ist die eigentliche Muttersprache des Menschen, sagte schon der weltberühmte Geiger Yehudi Menuhin. Singen macht nicht nur Spaß; wer viel singt, tut aktiv etwas für seine Gesundheit. Er schützt sich vor Krankheiten und stärkt das Immunsystem. Das haben  Wissenschaftler vom Institut für Musikpädagogik der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt am Main entdeckt. Es gibt also genügend Gründe für den Bonner Männergesangverein, mit einer abwechslungsreichen Veranstaltung im Münstercarrée interessierte Bonnerinnen und Bonner für das gemeinschaftliche Singen zu begeistern.

Am Donnerstag, 6. Juni, wird das Münstercarrée in der Gangolfstraße 14 ab 19 Uhr zum Treffpunkt von Sängern, aber auch von Menschen, die einfach nur neugierig sind auf das, was Gesang bewirken kann. Dr. Helge Güldenzoph, Chefarzt der Akutgeriatrie am Malteser-Krankenhaus, wird ausführlich darüber berichten, wie positiv sich das Singen auf das Wohlbefinden und die Gesundheit des Einzelnen auswirken kann. Die Schirmherrschaft der Veranstaltung hat Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch übernommen; der Hörfunk- und Fernsehjournalist Wolfgang Zimmer moderiert den Abend.

Natürlich kommt der Gesang auch nicht zu kurz: Der Bonner Männergesangverein zeigt den Gästen an dem Abend im Münstercarrée, wie viel Spaß gemeinsamer Gesang bereiten kann. Und als besondere Gäste sind die Mitglieder des Ludwigschors dabei: ein knappes Dutzend Sängerinnen und Sänger, die hauptberuflich als Instrumentalisten im Beethovenorchester mitwirken. Sie nehmen in ihren Liedern so manche rheinische Unart auf die Schippe und singen vom bönnschen Lebensgefühl. Der Männergesangverein und der Ludwigschor laden im Münstercarrée alle Gäste ein, kräftig mit zu singen. Für Texte ist natürlich gesorgt, sie liegen für die Zuschauer bereit.

Der Bonner Männergesangverein will mit der Veranstaltung dem Aussterben der traditionellen Gesangvereine entgegenwirken und natürlich auch eigene Mitglieder rekrutieren. Der BMGV wurde 1859 von Studenten der Bonner Universität gegründet. In den ersten 25 Jahren wuchs der Gesangverein rasch an. Präsident ist heute der Rechtsanwalt Dr. Ludwig Klassen; Chorleiter ist seit über zehn Jahren Dr. Marc Mönig.

Der Bonner Männergesangverein nahm immer wieder an Sängerwettstreiten im In- und Ausland teil. In Bonn wurden zahlreiche Konzerte zugunsten wohltätiger und gemeinnütziger Zwecke veranstaltet. Das Singen in der Gemeinschaft hat also nicht nur einen musikalischen, sondern durchaus auch einen sozialen Zweck und fördert sehr die Gemeinschaft unter den Sängern.

Der Bonner Männergesangverein besteht bereits seit 1859; mit einem unterhaltsamen Abend im Münstercarrée will er neue Freunde und Mitsänger finden.

Mit dem bunten Abend im Münstercarré verspricht sich der BMGV, auch nicht mehr ganz so junge Bonner anzusprechen. Da die Mitgliederzahl sinkt, könnte der Verein durchaus noch aktive Sänger gebrauchen. Mit dem musikalischen Abend will der Verein zeigen, dass auch scheinbar weniger musikalische Bonner in einem Chor gut aufgehoben sein können.

Singen scheint sogar einen lebensverlängernden Einfluss zu haben. Schwedische Forscher untersuchten in den neunziger Jahren über 12 000 Menschen aller Altersgruppen und entdeckten, dass Mitglieder von Chören und Gesangsgruppen eine signifikant höhere Lebenserwartung haben als Menschen, die nicht singen.

Der Eintritt zu der Veranstaltung im Münstercarrée ist frei.

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