Beethovenpreis für Rocksängerin Patti Smith

Rocksängerin Patty Smith erhält den Beethovenpreis. Foto: Steven Sebrink

Bad Honnef. Die US-amerikanische Rocksängerin Patti Smith, („Because the Night“) erhält den mit 10.000 Euro dotierten Beethovenpreis für Menschenrechte.

2021 gibt sie Konzert in Bad Honnef

Die Verleihung werde coronabedingt, voraussichtlich im Rahmen ihres Gastpieles am 7. Juni 2021 auf der Insel Grafenwerth in Bad Honnef, stattfinden, heißt es dazu in einer Mitteilung der Beethoven Academy. Die heutige 74-jährige Patti Smith ist erklärter Beethovenfan. Seine Leidenschaft beim Komponieren sei ihr ein Vorbild für ihr eigenes musikalisches Schaffen, verriet sie bei ihrem Konzert am Bonner Kunstrasen 2012. Seit vielen Jahrzehnten singt die 1946 in Chicago geborene Amerikanerin ihre Lieder mit Energie, Liebe, Leidenschaft und Authentizität. Sie tritt zeitlebens für Menschenrechte, Frieden, Freiheit, Armutsbekämpfung, Inklusion und für den Klimaschutz ein. Als Umweltaktivistin unterschrieb Patti Smith die „Beethoven-Deklaration“, eine Absichtserklärung, in der sich 240 Künstlerinnen und Künstler anlässlich des Weltumwelttages am 5. Juni 2020 verpflichteten, ihre Arbeit in den Dienst einer umweltverträglichen Gesellschaft zu stellen.

Mit Album „Horses“ zum Weltstar

An der Seite des Fotokünstlers Robert Mapplethorpe wurde Patti Smith berühmt, mit ihrem Album „Horses“ zum Weltstar. Smith gab und gibt unzählige Benefiz- und Protestkonzerte – für die Opfer der AIDS-Krankheit, für die Demokratiebewegung in den USA. Sie sprach und sang bereits bei den ersten Protesten gegen den Irakkrieg, vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen. Anlässlich der Verleihung des Literaturnobelpreises an Bob Dylan in Stockholm (für den sie für ihn einsprungen musste, weil er der Zeremonie fernblieb,) performte sie dessen Song „A Hard Rain’s A-Gonna Fall“ gemeinsam mit dem Royal Stockholm Philharmonic Orchestra.

Beethoven Academy am 13. März 2016 gegründet

Der „Internationale Beethovenpreis für Menschenrechte, Frieden, Freiheit, Armutsbekämpfung und Inklusion“, wie der Preis richtig heißt, wird getragen von der Beethoven Academy. Er wurde ins Leben gerufen vom Intendanten der Beethoven Academy, Torsten Schreiber, sowie vom Präsidenten des Festivals Junger Künstler, Bayreuth, Andreas Loesch, der ebenfalls Gesellschafter der Academy ist. Weitere Gesellschafterin der Beethoven Academy ist die Pianistin Martha Argerich.  Die Beethoven Academy wurde am 13. März 2016 gegründet. Sie hat die Leitlinien Menschenrechte, Frieden, Freiheit, Armutsbekämpfung und Inklusion. Im Kontext dieser Leitlinien organisiert sie Kulturprojekte wie „Mute“ (Musik und Teilhabe) mit Konzerten am Krankenbett, für mobilitäts- und mental eingeschränkte Menschen und anderen Gruppen, denen der Zugang zur Musik erschwert ist. Ferner Veranstaltungen im Format „Let’s Talk Beethoven“, die musikalische Darbietungen aus verschiedenen Genres mit Lectures entlang der Leitlinien der Academy verbindet sowie Kulturprojekte in Krisengebieten. pk